Fockbek, 11.11.2011
Bei routinemäßigen Trinkwasseruntersuchungen durch die Holsteiner Wasser GmbH wurde im Trinkwassernetz der Gemeinde Fockbek eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers durch coliforme Keime festgestellt. Eine Ursache für diese Verunreinigung konnte noch nicht ermittelt werden. Derzeit werden umfangreiche Rohrnetzspülungen durchgeführt, um das Trinkwasser so schnell wie möglich wieder in der gewohnter Qualität zu liefern. Nachkontrollen sowie weitere bakteriologische Untersuchungen werden laufend durchgeführt. Diese Maßnahmen werden mit dem Gesundheitsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde abgestimmt.
Als Vorsichtsmaßnahme zum Gesundheitsschutz wird in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt empfohlen, das Trinkwasser aus dem Trinkwasserleitungsnetz der Gemeinde Fockbek nur nach Abkochen für das Zubereiten von Speisen und Getränken zu verwenden. Selbstverständlich kann geduscht und gebadet werden. Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen finden Sie in den FAQ unterhalb dieses Texts.
Diese rein vorsorgliche Maßnahme gilt ab sofort für das gesamte Versorgungsgebiet der Gemeinde Fockbek.
Bitte informieren Sie auch Ihre Mitbewohner und Nachbarn über diese Maßnahmen. Wir werden Sie umgehend informieren, wenn das Wasser wieder uneingeschränkt genutzt werden kann und bedanken uns solange für Ihr Verständnis für diese Maßnahme.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Gemeinde Fockbek und die Holsteiner Wasser GmbH haben Hotlines eingerichtet, die unter folgenden Telefonnummern erreichbar sind:
Holsteiner Wasser GmbH:
0800 / 4990 444 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz)
24-Stunden-Service
Gemeinde Fockbek:
04331 / 66 77 57 oder 04331 / 66 77 30 (aus Fockbek zum Ortstarif)
Samstag & Sonntag: 10:00 - 12:00 Uhr
Montag - Freitag: übliche Geschäftszeiten
Was ist passiert?
An nur sehr wenigen Stellen im Trinkwassernetz der Gemeinde Fockbek sind bei routinemäßig durchgeführten Untersuchungen bakterielle Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden.
Wie konnte es zur Verunreinigung kommen?
Wie die Verunreinigungen ins Trinkwasser gelangt sind, wird zurzeit noch untersucht.
Um welche Bakterien handelt es sich?
Es handelt sich um coliforme Keime. Dies sind Indikatorkeime für bestimmte Verunreinigungen, die im Oberflächenbereich vorkommen können. Coliforme Keime sind Bakterien, die sowohl in der Umwelt als auch in der Darmflora von Mensch und Tier vorkommen. Escherichia Coli wurde nicht nachgewiesen.
Was wird getan, damit keine Bakterien ins Trinkwasser gelangen?
Es ist unmittelbar mit Spülmaßnahmen begonnen worden. Zurzeit werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Außerdem stehen wir im ständigen Kontakt mit dem Gesundheitsamt, mit dem unsere Maßnahmen abgestimmt werden.
Was ist zu beachten?
Was wird getan, um die gewohnte Qualität wieder herzustellen?
Zurzeit werden alle erforderlichen Maßnahmen durchgeführt, um das Trinkwasser kurzfristig wieder in der der gewohnten Qualität zu liefern. Neben der Suche nach den genauen Ursachen werden die betroffenen Bereich derzeit intensiv gespült. Diese Vorgehensweise wurde mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.
Welche Orte sind betroffen?
Alle an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossenen Haushalte der Gemeinde Fockbek (mit Ausnahme des Ortsteils Ahrenstedt).
6.6.2011: Die Holsteiner Wasser bereitet das Trinkwasser für alle Versorgungsgebiete ausschließlich aus geschützten Grundwasservorkommen auf. Daher ist eine fäkale Verunreinigung mit Enterohämorrhagische Escherichia Coli-Bakterien (EHEC) höchst unwahrscheinlich. Unabhängig hiervon wird das Trinkwasser wöchentlich mehrfach untersucht, u.a. auf das Vorhandensein von Escherichia coli (und somit auch von EHEC). Dies ist eine zentrale Anforderung der Trinkwasserverordnung, um sicherzustellen, dass das Trinkwasser frei von Krankheitserregern ist. Escherichia coli Bakterien wurden bislang noch nie im Trinkwasser der Holsteiner Wasser festgestellt.
Aumühle, 19.4.2011: Heute wurden die Filter als Herzstück des neuen Wasserwerkes installiert. Die drei Filter haben ein Volumen von jeweils 40 m³ und werden mit Quarzsand gefüllt um vor allem Eisen und Mangan aus dem geförderten Grundwasser zu entfernen. Die Filter wurden mit Schwertransportern angeliefert und mit zwei großen Autokränen präzise an ihre Standorte gehoben.

Aumühle, 15.10.2010. Im Beisein von Bürgermeister Dieter Giese und Geschäftsführer Dr. Jens Wagner sowie weiteren Vertretern von Politik, Verwaltung, beteiligten Firmen und Presse wurde heute um 12 Uhr der erste Spatenstich für den Neubau des Wasserwerks Aumühle durchgeführt.
Das Wasserwerk in Aumühle versorgt seit über 100 Jahren die Bewohner mit Trinkwasser. Die derzeit eingesetzte Technik stammt überwiegend aus den 70er Jahren und hat inzwischen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Da eine Sanierung unwirtschaftlich war, hat sich die Holsteiner Wasser entschlossen ein neues Wasserwerk am bestehenden Standort in Aumühle zu errichten.
Mit dem neuen Werk werden ca. 1.500 m³ bis 2.500 m³ Grundwasser pro Tag aufbereitet werden, um auch zukünftig sicher und zuverlässig die Einwohner von Aumühle, Friedrichsruh, des Ortsteils Krabbenkamp der Gemeinde Reinbek, Teilen von Wohltorf und der Gemeinde Dassendorf mit gesundem und hygienisch einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen.
Die Planungen für den Neubau begannen im Jahr 2009 und sehen ein neues Gebäude als Anbau an den bestehenden Trinkwasserbehälter vor. Darin wird die anlagen- und verfahrenstechnische Ausstattung, sowie die erforderliche Elektro-, Mess- und Regeltechnik installiert. Zusätzlich werden eine Leitwarte, sowie Werkstatt, Lager und Sozialräume neu erstellt.
Die Aufbereitung des geförderten Grundwassers umfasst eine Druckbelüftung und eine Filtration zur Entfernung von Eisen, Mangan und Ammonium. Die Inbetriebnahme des neuen Werkes wird Anfang 2012 erfolgen.